Freimaurerforschung
Die freimaurerische Praxis als Gegenstand theoretischer Analyse: Was aus der Binnenperspektive selbstverständlich erscheint, gewinnt durch den Blick von außen Kontur und eröffnet strukturelle Einsichten für die Praxis selbst.
Lokalhistoriker · Kulturwissenschaftler
„Es kann nichts wachsen und nichts so tief vergehen wie der Mensch."
— Friedrich Hölderlin, Hyperion
Arbeit zwischen Kulturwissenschaften, Philosophie und Geschichte.
Forschung zur Freimaurerei und zur Lokal- und Regionalgeschichte
Aschaffenburgs, Kurmainz’ und Unterfrankens. Zur Frage, wie Ideen und Symbole am Menschen wirken
- und was Menschen aus ihnen machen.
Die Varianz menschlichen Verhaltens ist unendlich. Es reicht vom Wunsch nach Unsichtbarkeit, hin zu den selbstlosesten oder den barbarischen Akten. Neben einigen Anlagen sind es vor allem gesellschaftliche Mechanismen, die den Menschen als Subjekt formen. Mein Interesse gilt der Frage, wie Differenzen, Ideen und Symbole an konkreten Orten wirksam werden — wie also das Allgemeine im Besonderen erscheint.
Jahrgang 1983, gebürtiger Aschaffenburger. Bachelor in Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt Philosophie, derzeit Masterstudium der Geschichtswissenschaften an der FernUniversität in Hagen. Die Verbindung beider Fächer prägt den methodischen Zugriff: Geschichte wird kulturwissenschaftlich gelesen und geschrieben.
Die erste längere lokalhistorische Arbeit war die Erschließung des Fischerbüchleins von Franz Haus (1800) für das Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg. Die Untersuchung zur Motivation seiner Entstehung im politischen Umbruch um 1800 erschien 2025 im Jahrbuch des Geschichts- und Kunstvereins — eine kulturwissenschaftliche Lesart einer Quelle, die in der Lokalliteratur bisher nur erwähnt, aber noch nicht analysiert worden war.
Eine zweite Forschungslinie ist die Freimaurerei als Gegenstand kulturwissenschaftlicher Untersuchung — verstanden als Verdichtungsort von Aufklärungstradition, Symbolik, Ritualpraxis und gesellschaftlicher Selbstverständigung. Selbst Freimaurer seit zwei Jahrzehnten, u.a. als Vorsitzender der Aschaffenburger Loge und Mitglied der freimaurerischen Forschungsgesellschaft Quatuor Coronati (Sekretär 2013–2015). Arbeiten u.a. zur Freimaurerei als Lieu de mémoire im Sinne Pierre Noras und zur Materialität freimaurerischer Praxis. Aus dem laufenden Projekt zur Geschichte der Freimaurerei in Aschaffenburg entstand das laufende Projekt zur B’nai-B’rith-Loge Aschaffenburg.
Das Allgemeine wird im Besonderen sichtbar.
Die freimaurerische Praxis als Gegenstand theoretischer Analyse: Was aus der Binnenperspektive selbstverständlich erscheint, gewinnt durch den Blick von außen Kontur und eröffnet strukturelle Einsichten für die Praxis selbst.
Aschaffenburg, Kurmainz und Unterfranken. Die kulturhistorische Verflechtung einer Stadt zwischen rheinischer und fränkischer Tradition und der Lebenswelten ihrer Einwohner.
Zwischen Archiv und Interpretation: Historische Quellenarbeit, die nicht bei der Rekonstruktion stehen bleibt, sondern fragt, wie das Besondere das Allgemeine einer Epoche sichtbar macht.
Ideen haben Konsequenzen. Philosophie- und ideengeschichtliche Analyse, die fragt, wie Begriffe, Narrative und Weltbilder wirken — und welche Spuren sie in gesellschaftlichen Strukturen und individuellen Haltungen hinterlassen.
Forschungsvorhaben mit institutioneller Förderung und Publikationsperspektive.
Eine historische Untersuchung und Aufarbeitung
Eine kulturwissenschaftliche Lokalgeschichte von den Anfängen im 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart
Heterotopie, Körper und Macht – ein poststrukturalistischer Zugang zur rituellen Praxis
Konstruktion, Überlagerung und Wandel kollektiver Symbolik vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart
Eine biographische Annäherung zwischen Kolonialverwaltung, Freimaurerei und Entnazifizierung
Erschienene und kommende Arbeiten in chronologischer Ordnung.
Aschaffenburger Jahrbuch für Geschichte, Landeskunde und Kunst des Untermaingebietes, Band 36 (2025)
Aschaffenburger Jahrbuch für Geschichte, Landeskunde und Kunst des Untermaingebietes, Band 36 (2025)
Für Anfragen zu Forschung, Vorträgen oder Publikationen.
Lokalhistoriker · Kulturwissenschaftler